Aufruf zur Zukunft des RAW-Geländes in Berlin-Friedrichshain

Vor genau 150 Jahren, am 1. Oktober 1867, ging die Reparaturwerkstatt der Königlichen Ostbahn in Berlin offiziell in Betrieb – die Geburtsstunde des späteren Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) an der Warschauer Straße. Der Standort hat seitdem viel erlebt und sich weiterentwickelt. Die Geschichte des RAWs muss künftig um weitere spannende und erfolgreiche Kapitel ergänzt werden:

Seit fast 20 Jahren ist ein Teil des RAW-Geländes an der Revaler Str. 99 in Friedrichshain ein Ort der Soziokultur und künstlerischer Freiraum. Durch auslaufende Mietverträge sind einzelne Projekte in den kommenden Jahren gefährdet. Deshalb ist ein Blick nach vorn zur Zukunft des Geländes nötig:

Vor allem die Zukunft der Sport- und Kulturprojekte auf dem rund 84 000 Quadratmeter großen Areal muss langfristig gesichert werden. Erstrebenswert ist die langfristige Sicherung des Soziokulturellen Zentrums durch einen am Gemeinwohl orientierten Träger oder eine langfristige Pacht unter dem Dach einer Genossenschaft. Gerade die verschiedenen Projekte in den vier denkmalgeschützten Altbauten entlang der Revaler Straße sowie die Sportangebote um den Kletterkegel und die Skaterhalle mit dem dazugehörigen Biergarten und dem Freiluftkino sowie die anderen langjährigen Kultureinrichtungen gilt es langfristig zu erhalten.

Dafür bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung aller beteiligten Interessengruppen und Investoren. In den kommenden Monaten ist ein zweigliedriges Dialogverfahren mit Fach – und Werkstattgesprächen sowie die Erarbeitung von tragfähigen Entwicklungskonzepten durch die Eigentümer und Nutzer verabredet. Wir hoffen, dass dadurch Verabredungen gefunden werden, die eine gute Entwicklung für die nächsten 150 Jahre auf dem RAW an der Warschauer Straße sichern.

UnterstützerInnen:

Canan Bayram (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin), Björn Böhning (Chef der Senatskanzlei Berlin und Staatssekretär für Medien), Marianne Burkert-Eulitz, BVV-Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Friedrichshain-Kreuzberg, BVV-Fraktion DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg, BVV-Fraktion SPD Friedrichshain-Kreuzberg, BWH*pp e.V. (Hausverein Beamtenwohnhaus), Clubcommission Berlin e.V. – Netzwerk für Clubkultur, Stadtteilbüro Friedrichshain, Drop In – Forum für interkulturelle und politische Bildung e.V., Mara Fischer (Vorstand & Leiterin Notübernachtung mob e.V.), Ricardo Fonseca (Vorsitzender Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft e.V.), Tobias Freitag (Skatehalle-Berlin), Geschäftsführender Ausschuss Bündnis 90/DIE GRÜNEN Friedrichshain-Kreuzberg, Harald Georgii (Vorsitzender SPD Friedrichshain-Kreuzberg), Gaby Gottwald (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin), Andy Hehmke (Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Ordnungsamt, Schule und Sport Friedrichshain-Kreuzberg), Sven Heinemann (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin), Clara Hermann (Bezirksstadträtin für Finanzen, Umwelt, Kultur und Weiterbildung Friedrichshain-Kreuzberg), Monika Herrmann (Bezirksbürgermeisterin Friedrichshain-Kreuzberg), Antje Kapek (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Fraktionsvorsitzende), Sport- und Kletterzentrum DER KEGEL, Initiative für den Kiezerhalt, Susanne Kitschun

 

Ihr wollt den Aufruf auch unterschreiben? Dann kontaktiert uns!